Allein die einjährige Mitgliedschaft scheint als solche keiner besonderen Erwähnung wert. Die eigentliche Besonderheit bei der Mitgliedschaft von Friedrich Aaron ist: der junge Karateka ist erst ein Jahr alt. Bereits zwei Stunden nach seiner Geburt überreichte sein Vater den Mitgliedsantrag an den Vereinstrainer Peter Ludwig. Dieser entgegnete zunächst: „Du bist doch verrückt.“, musste dann jedoch einsehen, dass der kleine gar keine andere Chance haben wird, als sich mit dem japanischen Kampfsport auseinander zu setzen.
Denn nicht nur der stolze Vater, sondern auch die Mama und der neun Jahre ältere Bruder Darius sind aktive Mitglieder bei den Beelitzer Bushidos. Darius sogar Mitglied im vereinseigenen Nachwuchskader.
Und so ist es nicht verwunderlich, dass das junge Mitglied trotz seines bisher kurzen Lebensweg bereits an einer Vielzahl von Trainingsstunden teilgenommen hat. Aber natürlich nur als Zaungast, während seine Familie sich aktiv sportlich betätigte.
Friedrich Aaron beäugte auch beim gestrigen Training seines großen Bruders interessiert das Treiben der Kinder. Doch genauso interessant ist für ihn momentan das Spielen mit den eigenen Fingern.
Ob Friedrich Aaron wirklich einmal aktiv Karate betreiben wird, steht noch in den Sternen.
„Natürlich wäre es schön, wenn er genau die gleiche Freude an dem Sport empfindet, wie wir. Auch für die Entwicklung seiner motorischen Fähigkeiten wäre die Teilnahme am Training natürlich förderlich.“, so der Vater. „Aber letztlich wird der Junge selbst entscheiden, ob er die Leidenschaft der restlichen Familie teilt, oder ob er sich für etwas ganz anderes entscheidet. Egal wie er sich entscheiden wird, die Unterstützung seiner Familie ist ihm gewiss.“
Sollte die alte Weisheit „NOMEN EST OMEN“ stimmen, so wird sich Friedrich Aaron zumindest in der japanischen Kampfkunst der leeren Hand versuchen. Denn seine aus dem Altdeutschen bzw. dem ägyptischen stammenden Vornamen bedeuten: „Der friedreiche Kämpfer“.
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