So kann z. B. hauchdünn aufgeschnittenes Rindfleisch oder gebratenes Hühnerfilet in Nori gehüllt werden. Der Phantasie sind bei der Zubereitung keine Grenzen gesetzt.

Sushi - langjährige Tradition
Die Gebirgsbewohner Südostasiens konservierten vor Jahrtausenden ihren Fisch in Reis. Dies vermutet man als Ursprung des Sushi. Es kam nur auf den Fisch an: eingesalzen, mit Reis umhüllt, von Steinen beschwert und möglichst luftdicht abgeschlossen, lag die Haltbarkeit durch Milchsäuregärung - ähnlich wie unser Sauerkraut - zwischen zwei Monaten und bis zu drei Jahren. In Japan entwickelte sich Sushi in vielen
Varianten, die wir auch von heutigen Sushiarten kennen. Das gerollte Sushi gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert.
Nigiri Sushi (handgeformte Sushi)
Die ersten Nigiri Sushi tauchten im frühen 19. Jahrhundert in Edo (Edo war bis 1868 der Name für das heutige Tokyo) auf. Für diese Sushi wird der Sushi-Reis mit den Händen geformt. Der wichtigste Belag bei dieser Art von Sushi sind Fisch und Schaltiere. Für die Qualität ist sowohl der Belag
als auch das Geschick, den Sushi-Reis zu formen und die Frische der Zutaten entscheidend. Zu den handgeformten Sushi zählen auch die Maki Sushi (gerollte Sushi).
Maki Sushi
Reishäppchen, die in Nori gerollt sind, nennt man Maki Sushi. Diese Sushi-Art wurde vor Ende des 18. Jahrhunderts entwickelt. Die Reishäppchen werden in geröstete mineralstoff- und vitaminreiche Algenblätter (Nori) gewickelt. Zum Aufrollen verwendet man eine Bambusmatte (Makisu). Sie ist aus dünnen Bambusstäbchen gemacht, die von Schnüren zusammengehalten werden und ist in vielen japanischen und asiatischen Feinkostgeschäften erhältlich. Maki werden nach Inhalt, Größe und Form unterschieden: Tekka-Maki sind Sushi-Röllchen mit Thunfisch, Kappa-Maki werden mit Gurkenstreifen und Kampyo-Maki mit gewürzten Kürbisstreifen gefüllt.
Temaki Sushi
Besonders einfach ist die Zubereitung und das Essen von Temaki Sushi. Diese handgerollten Sushi in Tütenform eignen sich optimal für Partys, Buffets und als Finger Food. Sie können je nach Belieben mit verschiedenen Gemüsesorten (z. B. Avocado, Salat, Gurken, etc.) und frischem Fisch (z. B. Lachs, Garnelen, etc.) sowie japanischer Mayonnaise gefüllt werden.
Chirashi Sushi
Ebenso wie Nigiri Sushi repräsentieren auch Chirasi Sushi einen typischen, aus Tokio stammenden Stil. Bei dieser Art wird der Sushi-Reis jedoch nicht geformt, sondern in einer dekorativen Schale angerichtet und mit verschiedenen Fischen und Schaltieren belegt. Ura-Maki Sushi, „Umgekehrte" Sushi-Rollen, California Rolls California Rolls sind eine westliche Sushi-Variante. Sie werden auch als „umgekehrte Sushi-Rollen" bezeichnet, d.h. der Reis befindet sich auf der äußeren Schicht der Sushi-Rolle, die Noriblätter sind im Inneren.
Sushi mit Fisch und Meeresfrüchten
Auf welche Weise der Fisch mit dem eleganten Spezialmesser zugeschnitten wird, ist ein genau festgelegtes Ritual. Wichtigste Voraussetzung für die Sushi Zubereitung ist die absolute Frische der Produkte, wie etwa der Fisch, der für die kleinen Häppchen meist roh verwendet wird. Jeder Meeresfisch
bzw. Fisch, der aus fließenden Gewässern stammt und ganz frisch ist, sowie auch Meeresfrüchte können roh gegessen werden. Verarbeitet werden z. B.
Forellen, Fischfilet von Lachs, Thunfisch, Seebarsch, Rotbarsch oder Seezunge, Krabben, Muscheln, Seeigel oder Fischrogen. Für farbliche Akzente werden unterschiedliche Fischsorten gewählt. Bei Fischen mit glänzender Haut belässt man die Haut am Fischfilet, z. B. bei Makrelen. Die Fischfilets werden schräg in dünne Scheiben geschnitten, diese schneidet man in Streifen von etwa drei Zentimetern Breite und vier bis fünf Zentimeter Länge.
Sushi mit Fleisch
Wird Sushi mit Fleisch zubereitet, vorzugsweise mit makellosem Rinderfilet, lässt man dieses in einer Marinade aus japanischer Sojasauce, Sherry und etwas Zucker oder Teriyaki Würzsauce von Kikkoman sieden und schneidet es dann ebenfalls in hauchdünne, kleine Streifen. Ob Fisch, Fleisch
oder Gemüse, vorrangig ist immer die optisch-ästhetische Schönheit. Die Kunst, Sushi farbenfroh zu arrangieren, ist dabei gar nicht so schwierig. Dekorieren kann man mit gefüllten Oliven, Kapern, einem Tupfer Remoulade, Sahnemeerrettich, Dill oder auch streifig geschnittenen Frühlingszwiebeln.
Sojasauce - traditioneller Dip
Sushi werden in japanische Sojasauce gedippt. Durch ihren reichen, vollen Geschmack und das würzige Aroma rundet Kikkoman natürlich gebraute Sojasauce jedes Sushi geschmacklich ab. Sushi sollten am besten auf einer großen Platte oder auf einem Lacktablett - entweder nebeneinander,
gefächert oder gestapelt - angeboten werden. Garnieren kann man mit Seetangblättern oder grünen Blättern von Pflanzen. Sushi werden mit den Fingern oder mit Stäbchen aufgenommen und in Sojasauce gedippt.
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