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Anforderungen

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» Flexibilität
» Koordination
» Schnelligkeit
» Kraft
» Ausdauer





1. Flexibilität

häufig auch mit "Beweglichkeit" umschrieben - bezeichnet den willkürlichen Bewegungsbereich in einem oder mehreren Gelenken. Eingeschränkt wird die Flexibilität durch die jeweilige Gelenkstruktur (nicht beeinflussbar), durch die Muskelmasse (bedingt beeinflussbar) sowie durch die Dehnfähigkeit von Muskeln, Sehnen, Bändern und Kapseln (trainierbar). Im Kindes- und Jugendalter ist die Flexibilität sehr hoch, sie erreicht ihr Maximum im Alter von 11-14 Jahren. Hohe Bewegungsgeschwindigkeiten sowie ein erhöhtes Krafttraining können auf Dauer die Flexibilität eindämmen. Eine höhere Körpertemperatur - hervorgerufen durch Aufwärmübungen -erhöht die Flexibilität.



2. Koordination

stellt das Zusammenwirken vom zentralem Nervensystem und der Skelettmuskulatur innerhalb eines geziehlten Bewegungsablaufes dar. Im feinmotorischen Bereich wird häufig der Begriff der Geschicklichkeit (Fingerfertigkeit) im grobmotorischen Bereich der Gewandtheit gebraucht. Eine Optimierung der Koordination erfolgt bei konstantem Training bis zum 20. Lebensjahr. Ohne besondere Übung nimmt sie ab dem 40. Lebensjahr ab. Ziel der Koordinationsschulung ist eine Verbesserung des Zusammenspiels der Muskulatur und die Vermeidung von störenden Nebenbewegungen. Zudem ermöglicht eine gute Koordination eine schnelle Anpassung des eingeübten Bewegungsmusters an eine neue Situation. Mit zunehmender Übung nimmt auch die Gewandheit innerhalb eines Bewegungsablaufes zu. Durch permanentes Üben erlangt der Trainierende - bei ständig korrekter Ausführung - mit der Zeit ein optimales Bewegungsmuster.



3. Schnelligkeit

Unter Schnelligkeit wird im motorischen Bereich die Ausführung einer Bewegung in kürestmöglicher Zeit verstanden. Sie ist eine komplexe Fähigkeit und wird von folgenden Eigenschaften beeinflusst:

» Reaktionsschnelligkeit
» Geschwindigkeit der Einzelbewegung
» Fortbewegungsgeschwindigkeit des ganzen Körpers

Die Reaktionszeit ist jene Zeit, die vom Moment einer Signalaufnahme - das kann ein akustischer, optischer oder taktiler Reiz sein - bis zum Beginn einer willkürlichen Handlung (Reaktion) verstreicht. Sie hängt von der Geschwindigkeit der Informationsaufnahme und -verarbeitung sowie der daraus erfolgenden Umsetzung des Nerv-Muskel-Befehls. Eingeschränkt werden kann die Reaktionsfähigkeit u.a. durch Ermüdung, Alkoholeinfluss oder Überforderung (Stress).



4. Kraft

Kraft als menschliches Leistungsmerkmal läßt sich als die Fähigkeit definieren, Widerstände zu überwinden beziehungsweise ihnen entgegenzuwirken. Die Muskelkraft wird nach folgenden Beanspruchungsformen unterschieden:

  • 1. statische Beanspruchung (Haltekraft)
  • 2. dynamisch-positive Beanspruchung (überwindende Kraft)
  • 3. dynamisch-negative-Beanspruchung (nachgebende "bremsende" Kraft)


Weiterhin läßt sich die Kraft in Maximalkraft, Schnellkraft und Kraftausdauer differenzieren.

  • Maximalkraft
ist die größtmögliche willkürliche Muskelspannung. Die Maximalkraft spielt für das Karate eine indirekte Rolle, da ein gezieltes Maximalkrafttraining auch zur Verbesserung der Schnellkraft beiträgt.

  • Schnellkraft
ist die Fähigkeit in kürzester Zeit eine bestimmte Bewegung mit großer Kraft auszuführen beziehungsweise einen gegebenen Widerstand schnellstmöglich zu überwinden

  • Explosivkraft
Im Karate zeigt sie sich bespielsweise bei der Schrittechnik, einem blitzschnellen Hervorschnellen oder Ausweichen wie in einem explosiven "Herausschießen" der Angriffstechnik

  • Kraftausdauer
gibt Auskunft darüber, wieviele Wiederholungen innerhalb einer vorgegebenen Zeit ausgeführt werden können (z.B. Anzahl der Klimmzüge in der Minute) oder wie lange die maximale Haltedauer bei einer gleichbleibenden, statischen Muskelspannung ist.




5. Ausdauer

ist die Fähigkeit eine bestimmte Leistung über einen möglichst langen Zeitraum aufrechtzuerhalten. Sie gibt das Maß der Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung an. Eine allgemeine aerobe Ausdauerfähigkeit verbessert die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems und damit der allgemeinen Energiebereitstellung, die die körperliche Belastungsfähigkeit bestimmt.

Ein gut trainiertes Herz-Kreislauf-System garantiert eine ausreichende Energieversorgung und beugt somit einer frühzeitigen Ermüdung vor.



Mit freundlicher Genehmigung von E. Karamitsos
Mehr gibts unter: Karate - Grundlagen mit E. Karamtisos / B. Pejcic
ISBN: 3-8068-1863-0




 
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