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Grundschule


Der Anfänger in einem Karate-Dojo beginnt zunächst mit der Grundschule. Sie umfasst zahlreiche Abwehrblöcke, Faust- und Fußstöße, wobei besonderer Wert auf einen korrekten Stand, auf Gleichgewicht, Atmung und Treffgenauigkeit gelegt wird. Besonders wichtig ist eine Konzentration aller körperlichen und geistigen Kräfte, um ein Ziel in Sekundenbruchteilen anzugreifen. Man könnte es in etwa mit der Fähigkeit vergleichen, die ein Mensch "auf Abruf" entwickeln kann, wenn er sich plötzlich in hoher Gefahr sieht.

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Um ein Maximum an Schnelligkeit zu erzielen, wird der zuschlagende Teil des Körpers entspannt gehalten - bis unmittelbar vor dem Auftreffen. Dann jedoch spannt sich der gesamte Körper, begleitet und unterstützt vom Kiai-Ruf der Karateka, der aus der Muskelspannung der unteren Bauchdecke entsteht:

Die äußere Technik wird so mit der inneren Kraft („Ki“) verbunden! Ziel ist eine vollkommen synchrone und harmonische Einheit von korrektem Stand, Atmung, und Timing des Muskelkraft-Einsatzes des gesamten Körpers und die Ausführung der Bewegung in größter Schnelligkeit und mit absoluter Treffgenauigkeit.

Kihon kann man einzeln oder in Gruppen durchführen. Wird es in der Gruppe durchgeführt, so findet es Unterstützung und Kontrolle durch das inspirierende Anfeuern des Übungsleiters. Man bemüht sich, mit den anderen Schritt zu halten, und erreicht dadurch eine beachtliche Steigerung und Festigkeit sowohl der Muskelkraft als auch des Willens.



(Quelle: Wikibook)

Dachi-Waza (Stellungen)

Bereitschaftstellungen

Bereitschaftstellungen werden eingenommen, während keine Techniken ausgeführt werden; also zum Beispiel bei Begrüßungen, während man wartet oder während der Lehrer einem eine Technik erläutert.

  • Heisoku-Dachi - Bei Heisoku-Dachi stehen die Füße zusammen.
  • Musubi-Dachi - Bei Musubi-Dachi berühren sich die Fersen, doch die Zehen zeigen jeweils 45° nach außen, so dass zwischen den Füßen ein rechter Winkel besteht.
  • Heiko-Dachi - Beim Heiko-Dachi stehen die Füße wie bei Heisoku-Dachi parallel, jedoch in Schulterbreite von einander entfernt.
  • Hachiji-Dachi - Hier stehen die Füße schulterbreit auseinander und sich wie bei Musubi-Dachi nach außen gerichtet.




Kihon-Stellungen

Die Kihon-Stellungen werden eingenommen, während die Grundtechniken geübt werden. Sie sind oft tief, um zum einen die Beinmuskulatur zu trainieren und zum anderen durch einen tiefen Schwerpunkt die Stabilität und das Gleichgewicht zu verbessern. Hinzu kommt ein hoher Spannungsvorrat in den Beinen, der ein starkes Vorgehen und starke Tritte ermöglicht.

  • Zenkutsu-Dachi
  • Sanchin-Dachi
  • Shiko-Dachi
  • Neko-Ashi-Dachi
  • Kokutsu-Dachi
  • Kiba-Dachi




Kampfstellungen

Alle Kihon-Stellungen kommen auch als Kampfstellungen vor, wobei die exotischen Stände gemieden werden. Desweiteren sind die Stände höher, um schneller reagieren und ausweichen zu können und um die Ausdauer nicht zu strapazieren.

Karate Stellungen - Überblick



Tsuki-Waza (Fausttechniken)

Tsuki-Waza umfasst die Fauststöße. Seiken-Zuki ist der einfache gerade Fauststoß. Seiken bezeichnet hier die Trefferfläche auf der Faust. Siehe im Abschnitt Körperteile. Dieser einfache Stoß wird auch Choku-Zuki (=gerader Stoß) genannt. Oi-Zuki und Gyaku-Zuki sind die einfachen Fauststöße im Vorgehen. Kagi-Zuki ist der Haken-Fauststoß.


Seiken-Zuki - Der Fauststoß im Stand.


Oi-Zuki

Gleichseitiger Fauststoß beim vor-/rückwärts Gehen. Der schlagende Arm ist auf der Seite des voranschreitenden Fußes.
Oi-Zuki



Gyaku-Zuki

Fauststoß beim Gehen mit entgegengesetzter Seite (z.B. rechtes Bein geht vor, während der linke Arm vorstößt)
Gyaku-Zuki




Kagi-Zuki

Beim Kagi-Zuki (Haken-Stoß) wird mit rechtwinkligem Ellenbogen seitlich mit Seiken gegen ein nahes Ziel gestoßen, zum Beispiel die Schläfe des Gegners (obere Stufe) oder die Nieren (mittlere Stufe). Kagi-Zuki ist geeignet eine stark vorwärts orientierte Deckung zu umgehen.


Tate-Zuki

Wird die Faust nicht karatetypisch eingedreht, so dass der Faustrücken nach oben zeigt, sondern 90° weniger, so dass der Faustrücken nach außen zeigt, so ist der Stoß ein Tate-Zuki.


weitere

  • Morote Zuki
  • Mawashi Zuki
  • Ura Zuki
  • Otoshi Zuki




Uchi-Waza (Schlagtechniken)

Die Uchi-Techniken bezeichnen die Schlag- und Stoßtechniken, also die Angriffe bzw. Gegenangriffe, im Karate. Je nach Trefferfläche werden die Namen unterschieden.


Uraken-Uchi

Beim Uraken-Uchi bildet der Faustrücken die Trefferfläche. Je nach Ausführung wird unterschieden zwischen

  • Yoko-uraken-Uchi: Seitlicher Schlag
  • Tate-uraken-Uchi: Schlag von oben nach unten (meist auf Stirnfontanelle oder Brustbein)


Shuto-Uchi

Shuto bezeichnet die Handkante. Es handelt sich hierbei also um einen Schlage mit der Handkante, der von der Schulter aus in den Halsbereich eines Gegners geführt wird.


Empi-Uchi

Der Ellenbogen ist eine starke und einfach zu verwendende Waffe für die Nahdistanz. Je nach Stoßrichtung unterscheiden wir

  • Mae-Empi-Uchi: Ellenbogenstoß nach vorne
  • Yoko-Empi-Uchi: Ellenbogenstoß zur Seite
  • Ushiro-Empi-Uchi: Ellenbogenstoß nach hinten
  • Otoshi-Empi-Uchi: Ellenbogenstoß von oben nach unten
  • Tate-Empi-Uchi/Age-Empi-Uchi: Ellenbogenstoß von unten nach oben (z.B. zum Kinn)
  • Mawashi-Empi-Uchi: Ellenbogenschlag auf einer Kreisbahn (z.B. zur Seite des Kopfes) Dies ist natürlich keine Richtung, sondern eine Ausführungsform, die mit jeder der beliebigen Richtungen kombiniert werden kann.
  • Sokumen-Empi-Uchi: Ellenbogenstoß mit Rumpfdrehung (Gyaku)
Der Ellenbogen heißt auch Hiji. Hiji-Ate umfaßt also die Stoßtechniken mit dem Ellenbogen. Hiji-Ate meint auch eine Abwehr mit dem Ellenbogen gegen Stöße, Schläge.



Tettsui Uchi - Hammerschlag


Haito Uchi - bezeichnet einen Handkantenschlag mit der Daumenseite (Handinnenkante) getroffen.



Uke-Waza (Armabwehrtechniken)

Es geht nicht darum beim abwehren den Gegner zu stoppen, sondern die Kraft umzuleiten, Den Angriff von seiner Bahn abzulenken, Kraft gegen Kraft macht wenig Sinn. Man beachte die Kraftvektoren! Die Angriff werden zur Seite abgelenkt


Weitere Unterteilungen:

  • HARAI-Waza – eher Fegebewegung
  • Tome-Waza - Abwehrtechnik die gegnerischen Angriff stoppt- durch Gegenangriff
  • TORI-Waza – abfangen, ergreifen



Uchi Uke - Abwehr zur Seite
Uchi Uke



Age Uke - Abwehr nach oben. Zum Beispiel gegen Hammerschlag - Tetsui
Age Uke




Soto Uke - Awehr von außen nach innen

Soto Uke



Harai Uke - Haraiotoshi Uke große Abwehr - aus dem Goju Ryu. Im Shotokan - die kleine Abwehr - Gedan Barai

Harai Uke


strong>Keri-Waza - Fußtritte





  • Mae-Geri Der gerade Fußstoß.
  • Mawashi-Geri Fußtritt auf einer Kreisbahn mit dem Spann oder den Ballen.
Bild:MaeWashiGeri.jpg

  • Ushiro-Geri Rückwärtstritt.
  • Yoko-Geri Seitlicher Fußstoß.
  • Mae-Ashi-Geri – Allgemein: Tritt mit dem vorderen Bein.
  • Tobi-Geri - Allgemein: Gesprungener Tritt.
  • Ura-Mawashi-Geri: "Umgekehrter" Mawashi-Geri, mit der Ferse getreten.
  • Mikatsuki-Geri: Tritt ähnlich Mawashi-Geri, jedoch wird er Fuß senkrecht gehalten. Trefferfläche ist die Fußsohle.
  • Kansetsu-Geri: Yoko-Geri zum Knie gerichtet.
  • Kakato-Geri: Tritt mit der Ferse
  • Kin-Geri: Gerader geschnappter Tritt mit dem Spann zur unteren Stufe (meist zu den Genitalien)
  • Hiza-Geri: Tritt mit dem Knie.
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