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Selbstverteidigung


Vorwort zur Selbstverteidigung

Quelle: wikibooks.org

Karate-dô ist als Kunst zu verstehen, somit ist ihr Primärzweck der bewusste Ausdruck der eigenen Existenz. Diese persönliche Existenz ist endlich und so kann man Karate als Methode bezeichnen diese Endlichkeit mit der universellen Unendlichkeit in Verbindung zu bringen; die einem gegebene Zeit bewusster zu erleben und sich dabei von äußeren Faktoren nicht stören zu lassen. Dies ist der Zen-Gedanke hinter Karate. Wer Tod und Verletzung fürchtet und um jeden Preis vermeiden will, der ist beim Karate und generell bei jeder Kampfkunst falsch. Dafür gibt es Schusswaffen und professionellen Personenschutz.



Selbstverteidigung - Praxisteil
Einige Karate-Techniken können effizient zur Selbstverteidigung angewendet werden, also dazu, eine unmittelbare Gefahr von sich oder Schutzbedürftigen abzuwenden. Dies darf nie leichtfertig geschehen.

Karateka erwerben mit ihren Fähigkeiten auch die Pflicht diese verantwortungsvoll einzusetzen. Dies ist zwar so selbstverständlich, daß es eigentlich keiner Erwähnung bedarf, jedoch: Wer sich jahrelang in der Kampfkunst des Karate übt, der könnte in Versuchung geraten sein Können unbedingt anwenden zu wollen. Wer also ohne eigenes Verschulden in eine Situation gelangt, die eine maßvolle Anwendung von Gewalt rechtfertigen könnte, muss sich stets selbst beobachten und hinterfragen, ob die Angemessenheit noch gewahrt ist! Mit einfacheren Worten gesprochen: Handle ich fair und gerecht?
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Für die Selbstverteidigung gelten einige Faustregeln (Wortspiel!):

  1. Eine Konfliktsituation entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern spitzt sich in der Regel deutlich zu. Vor der Eskalation hat der kluge Karateka die Möglichkeit einzugreifen, um die Situation zu entschärfen (Deeskalation).
  2. Karate ni sente nashi. - Im Karate gibt es keinen [initialen] Angriff.
  3. Bevorzuge einfache Techniken vor exotischen.



Trittangriffe

Bei der Verteidigung gegen Fußtritte muss besonders auf gutes Ausweichen (Sabaki) geachtet werden, da die Abwehr gegen einen starken Tritt mit Armtechniken wenig Aussicht auf Erfolg hat. Bestenfalls kann durch eine Fegetechnik das Bein des Angreifers soweit abgelenkt werden, dass der Angriff ins Leere geht.



Angriffe mit Waffen

Das Training mit Waffen wird im Karate häufig stiefmütterlich behandelt, immerhin ist Karate der 'Weg der leeren Hand'. Jedoch sind im traditionellen Karate (von Okinawa) eine ganze Reihe von zu Waffen umfunktionierten Arbeitsgeräten (siehe WP: Kobudo) als Trainingswaffen zu finden. Waffen sind je nach Kategorie zu behandeln:

  • Schlagwaffen (Stock, Baseball-Schläger, Flasche, Schwert, etc.)
  • Stichwaffen (Messer, Schwert, etc.)
  • Schusswaffen
Jede Waffe ist ein Kraftmultiplikator. Aus diesem Grund ist beim Training mit Waffen stets besondere Vorsicht zu wahren. Es gibt Übungswaffen aus Gummi oder mit Polstern (Safety), die ein gefahrloses Üben ermöglichen.

Das Training mit Waffen dient der fortgeschrittenen Schulung der Fähigkeiten des Karateka. Obwohl auch Anfänger sinnvoll mit Waffen üben können, erhöhen Waffen in erster Linie den Schwierigkeitsgrad: Es bestehen höhere Anforderungen an korrekte Distanz, Timing und Technik.




Quelle: wikibooks.org
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